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Zukunft und Hoffnung

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haus_der_zukunft_und_hoffnung_128"Zukunft und Hoffnung" ist ein Projekt im Bereich Wohnunterstützung für Jugendliche

Viele Menschen unserer Stadt sind einsam und ohne Perspektive. Jugendliche mit finanziellen Problemen sind keine Seltenheit. Etliche sind entwurzelt und haben Schwierigkeiten in verbindlichen Beziehungen zu leben. Es gibt "erwachsene Waisen", welche ohne Unterstützung ihr Leben zu meistern versuchen. Es fehlen ihnen die nötigen finanziellen und sozialen Voraussetzungen, damit sich ihr Leben positiv weiterentwickeln kann. Die staatlichen sozialen Einrichtungen stossen mehr und mehr an ihre Grenzen.

Zu Gotthelfs Zeiten gab es im Emmenthal viele sogenannte "Knechte und Mägde". Diese Menschen wurden in Bauernfamilien integriert, konnten dort arbeiten und wohnen. Sie hatten ihr eigenes Zimmer und trotzdem Familienanschluss. Menschen ohne familiäres Umfeld wurden so in die Gesellschaft integriert. Die Initiative kam von privater Seite. Es war jedoch nicht nur ein warmes Nest oder ein sozialer Platz. Sie mussten zum Teil hart arbeiten und ihr Brot so verdienen. Es war ein Geben und Nehmen für beide Seiten. Seither hat sich unsere Gesellschaftsstruktur stark verändert und individualisiert. Heute sammeln wir die "Knechte und Mägde" stattdessen in staatlichen Einrichtungen. Es gibt zahlreiche betreute Wohnsituationen. Diese sind tendenziell teuer. Abgesehen davon besteht die Gefahr, dass die Menschen zuwenig herausgefordert werden, wenig Verantwortung übernehmen und in ihrer Entwicklung stehen bleiben. Es gibt auch viele junge Menschen, welche im Moment noch keine therapeutische Wohnform brauchen, sondern einfach ein gesundes Umfeld, indem sie sich positiv entwickeln können.

Es braucht neben den bestehenden Wohngemeinschaften neue Modelle. Die Initiative zur Hilfe muss wieder vermehrt von privater Seite her kommen.

  

Weil gerade in Stadtgebieten einige Menschen nicht mehr das Vorrecht haben, in gesunden Familien aufzuwachsen, macht es Sinn, das traditionelle Familienverständnis zu erweitern. Wir wollen der zunehmenden Vereinsamung vieler Menschen entgegenwirken und neue Modelle gegenseitiger Unterstützung ins Leben rufen. Wie gute Eltern es bei ihren Kindern tun, wollen wir junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung fördern, unterstützen und begleiten. Wir wollen sehen, wie sie reifen, sich entwickeln und Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Sie sollen unabhängig von staatlicher Unterstützung leben, mit beiden Beinen im Berufsleben stehen und ihr Leben positiv gestalten. Wir träumen davon, dass sie selber zu Menschen heranwachsen, welche andere unterstützen und fördern können.

Zukunft und Hoffnung sieht sich als Ergänzung zu bereits bestehenden Formen gemeinsamen Lebens. In unserem Konzept wollen wir die jungen Menschen zum selbständigen Wohnen ausbilden. Wir werden ein Haus bauen oder uns in eine entsprechende Infrastruktur einmieten. Das Gebäude sollte aus mehreren verschieden grossen Wohnungen bestehen, welche mit wenig Aufwand vergrössert oder verkleinert werden können. In diesem Haus wohnt ein Team von Menschen, die es auf dem Herzen haben, in junge Menschen zu investieren.

Aufgenommen werden junge Menschen, die sich entwickeln und verändern wollen, denen jedoch die nötigen Voraussetzungen für ihre persönliche Entwicklung ganz oder teilweise fehlen. Sie wohnen grundsätzlich selbstständig in eigenen, kleinen Wohneinheiten, nehmen jedoch am gemeinsamen Leben im Haus teil und werden durch das Team in den alltäglichen Dingen des Lebens gefördert und geschult.

Für weitere Informationen kann das komplette Konzept "Zukunft und Hoffnung" bei uns bestellt werden. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.